Sektion West in Hellbrunn
- Thomas Klingsbigl
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Anlässlich des Verbandsgeburtstages traf sich die Sektion West am 25. April 2026 in Hellbrunn, etwa 5 km südlich von Salzburg. Dort befindet sich ein hübsches Schloss, ein wunderschöner Park und die berühmten Wasserspiele. Alles erbaut unter Erzbischof Markus Sittikus am Beginn des 17. Jahrhunderts, und zwar nur zur Unterhaltung. Ein „Lustschloss“, wie man so schön sagt.
Wir begannen die Besichtigung im Schloss Hellbrunn. Und siehe da – oh Wunder. Ein Einhorn gab es auch. Sicher ein magisches…

Wir bewunderten die schönen Fresken. Ja, die wussten schon, wie man es sich schön macht.

Dann ging es raus zu den Wasserspielen. „Wasserautomaten, Grotten, Brunnen – Markus Sittikus ließ eine Anlage erbauen, mit der er seine Gäste erstaunte, unterhielt und an der Nase herumführte - ein manieristisches Spielzeug für große Kinder“ Besser als im Prospekt kann man es nicht beschreiben.

Wahrlich eine wunderschöne Anlage. Gerade an so einem prachtvollen Tag wie heute.
So manch feucht-fröhliche Überraschung erwartete uns am Weg…

Anschließend erklommen wir die etwa 50 Höhenmeter hoch zum Monatsschlössl. Der Name entspringt einer Legende: Als sich 1615 Erzherzog Maximilian von Österreich auf seiner Durchreise in Hellbrunn aufhält, geht Markus Sittikus mit ihm die Wette ein, dass er bis zu seiner Rückkehr innerhalb eines Monats ein Schlösschen erbauen werde. Tatsache ist, dass dieses in äußerst kurzer Zeit fertig gestellt wurde.

Das Monatsschlössl beherbergt das Heimatkundemuseum mit alten Bauernmöbeln, Trachten, Volkskulturstücken (Perchten- und Krampusmasken), sogar ein Lungauer Samson ist hier ausgestellt. Zur Zeit ist noch eine Sonderausstellung zu besichtigen „Edelweiß forever“ – eine Retrospektive, wie sich Salzburg in den letzten eineinhalb Jahrhunderten touristisch präsentiert hat. Für uns sozusagen eine Fachausstellung.

Danach spazierten wir über den Hellbrunner Berg und passierten das Steintheater. Entstanden vor über 400 Jahren ebenfalls unter Markus Sittikus ist es ein fast natürliches Amphitheater. Wir nutzten es gleich passenderweise, um eine kurze „Ode an den Concierge“ vorzutragen. Wenn nicht heute, wann dann?

Wir wanderten weiter etwa ein Viertelstündchen Richtung Anif. Der Watzmann grüßte von der Ferne und das satte Grün des Frühlings bot eine fantastische Kulisse.

Endlich angekommen beim „Friesacher’s Heurigen“ in Anif konnten wir uns alsbald am perfekten "Bradl in der Rein" laben. Da blieb wirklich keiner hungrig.

Wir verbrachten den Abend in fröhlicher Stimmung und durften auch zwei neue Mitglieder bei uns begrüßen. Paul Weber vom Sacher Salzburg und Kathleen Bello vom Hotel Stein in Salzburg. Es ist wirklich wunderbar, wenn immer wieder die junge Generation in unserem lebendigen Verband nachrückt.

Mit dem traditionellen Glas Champagner und einem lauten „Vives les Clefs d’or“ beschlossen wir unsere Geburtstagsfeier.
Ein Traumtag 😊